Der Kunde, der sich für ein System zur smarten Steuerung der eigenen vier Wände interessiert, muss sich schon ein wenig auskennen. Denn hat man sich einmal für eine Variante entschieden, muss auch das später anzuschaffende Zubehör zum System passen. Am verbreitetsten sind hierzulande Komponenten, die auf den Systemen Z-Wave, Zigbee oder auch DECT-ULE basieren.

Anzeige

Der Anbieter Popp hat sich sowohl bei den angebotenen Komponenten als auch bei der Steuerzentrale für Z-Wave entschieden. Keine schlechte Wahl, denn auch einige andere verbreitete Systeme wie die Steuersysteme von Devolo, D-LAN, D-TAP oder auch das von uns ebenfalls schon getestete Alarmsystem von Egardia bauen auf Z-Wave auf und funken im relativ ungestörten Frequenzbereich von 868 MHz.

Im Gegensatz zu den Konkurrenzanbietern gibt es bei Popp allerdings kein Starterset, stattdessen muss der Kunde sich seine Komponenten je nach Bedarf einzeln zusammenkaufen. Das Herzstück ist dabei die Steuereinheit mit dem etwas sperrigen Namen „Gateway Zentrale Z-Wave“.

Aufbau der Gateway Zentrale Z-Wave von Popp

Ganz im Gegensatz dazu ist die „Blackbox“ ausgesprochen kompakt und nimmt gerade einmal den Platz einer größeren Zigarettenschachtel ein. Das Netzteil ist bei der Gehäusegröße natürlich extern verbaut. Neben dem obligatorischen Netzwerkanschluss gibt es noch vier USB-Buchsen sowie einen SD-Kartenschacht, der beim Gateway verklebt wurde. Der Grund ist simpel: Darin befindet sich bereits eine Micro-SD-Karte mit 8 Gigabyte Speicherkapazität. Auf dieser ist das Betriebssystem der Steuereinheit untergebracht. Wer angesichts der Größe und Spezifikationen meint, das Gerät schon einmal irgendwo gesehen zu haben, der irrt nicht. Denn Popp nutzt den relativ populären Mini-Computer Rasbperry Pi als Basis. Dieser zeigte sich nach dem Öffnen des Gehäuses inklusive dem aufgesteckten Funkmodul zur Steuerung der Z-Wave-Einheiten. Lediglich der HDMI-Ausgang des Minirechners wurde nicht herausgeführt. Dies ist auch nicht notwendig, da sämtliche Einstellungen und Steuerungen über ein Webinterface im Browser vorgenommen werden. Trotz der Nutzung von Fremdkomponenten macht das System einen stabilen und durchdachten Eindruck.

Der erste Start der Gateway Zentrale Z-Wave von Popp

Wir verbinden den Gateway über das mitgelieferte Netzwerkkabel mit unserem Router und versorgen das System mit Strom. Anschließend gilt es, die vom Router für die Steuereinheit vergebene IP herauszufinden. Das funktioniert ganz simpel durch Eingabe von https://find.popp.eu im Browser. Nach kurzer Suche öffnet sich eine Login-Maske und darunter wird die lokale IP des Systems angezeigt. Wird diese geklickt oder in den Browser eingegeben, kommen wir zum lokalen Login des Systems. Die Logindaten lauten standardmäßig „admin“ als Nutzername und Passwort und sollten zuerst geändert werden.

Anschließend sollte sich der Nutzer langsam mit dem doch recht komplexen System vertraut machen. Einzelne Reiter oben führen zu den verschiedenen Konfigurationsseiten des Hubs. Besonderer Augenmerk am Anfang sollte auf das kleine Zahnrad rechts oben gelegt werden. Dort können neue Geräte eingebunden und Regeln eingerichtet werden. Das funktionierte im Test erstaunlich gut, das System zeigte sich ausgesprochen flexibel bezüglich der steuerbaren Komponenten. Das System basiert dabei übrigens auf der frei im Netz erhältlichen Steuersoftware „Z-Wave.me“. Ein für uns glücklicher Umstand, nachdem wir unsere Installation auf der SD-Karte aus ungeklärten Gründen nicht mehr nutzen konnten, da kein Login mehr möglich war.

Bildquellen:

  • Popp_Switch_Plug: © Popp
  • Popp_Smoke: © Popp
  • Popp_Dashboard: © Popp
  • Popp_Hub: © Popp

Home Foren Popp Gateway Zentrale Z-Wave im Test

Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kathrin Wollschläger vor 1 Jahr, 5 Monate.

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.