Blick in das Auto der Zukunft
Das Auto ist bald Teil des Internets der Dinge. Bild: Bosch

„Das Auto, wie wir es kennen, ist bald Geschichte“, sagt Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. Allein zwischen 2017 und 2022 soll der weltweite Markt für vernetzte Mobilität um jährlich fast 25 Prozent wachsen. Schon in wenigen Jahren werden Autos zum aktiven Teil des Internets der Dinge (IoT) und können mit anderen vernetzten Verkehrsmitteln oder sogar dem Smart Home kommunizieren.

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„Heute buchen Sie die Übernachtung im Internet, in Zukunft bestellen Sie Ihre Mobilität online“, sieht Dener voraus. Hierfür müssen private Fahrzeuge mit öffentlichen Verkehrsmitteln und sogar der ganzen Infrastruktur von Städten zusammenwachsen. In wenigen Jahren ist Mobilität nahtlos vernetzt.“ Steht heute noch das eigene Fahrzeug im Mittelpunkt, so wird in den nächsten Jahren der bequemste Weg ans Ziel in den Fokus rücken. Dazu sind laut Denner drei Entwicklungsschritte notwendig:

1. Die Vernetzung startet hinter dem Steuer

Schon heute gibt es in Deutschland kaum mehr einen Neuwagen ohne Internetanbindung. Echtzeit-Verkehrsdaten, der Notrufdienst eCall und Musikstreaming benötigen eine Online-Anbindung. Die Vernetzung des Fahrens ermöglicht Bosch auf zwei Wegen: einerseits über die Smartphone-Integration, so dass Apps im Fahrzeug sicher bedienbar werden. Andererseits über fest eingebaute Kommunikationsboxen. Mit vernetzten Autos können Fahrer sowohl Echtzeit-Daten nutzen, als auch Entertainment-Inhalte über die eingebauten Infotainment-Systeme streamen. Dank der Internetanbindung wird das Auto der Zukunft jedoch zum ganz persönlichen Begleiter. Mit zunehmender Automatisierung wird der Fahrer, wann immer er will, zum Passagier. „Das Auto wird, neben Haus und Büro, zum dritten Lebensraum“, erklärte Denner.

2. Mobilität wird nahtlos über das Auto hinaus vernetzt

Vernetzung geht jedoch deutlich über die Motorhaube hinaus. Sie startet auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und Car-Sharing Diensten. Schon heute bietet Bosch mit dem Projekt Stuttgart Services einen Ausblick auf den Verkehr der Zukunft. Mit einer Softwarelösung vernetzt das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen verschiedene Verkehrsträger. Car- und Bikesharing, Bahnen und Busse lassen sich so mit einer einzelnen Chipkarte nutzen, die auch Eintrittskarte für Schwimmbäder oder Bibliotheken sein kann.

„Unsere Mobility Solutions sind mehr als Kraftfahrzeugtechnik“, sagte Denner. Im nahtlos vernetzten Mobilitäts-Assistenten steckt weit mehr Potenzial: Bosch wird im Projekt moveBW für den Großraum Stuttgart in Zukunft einen Mobilitätsassistenten realisieren, der Autofahrern eine intermodale Routenführung ermöglicht – inklusive Umstieg auf Bikes, Bahnen und Busse. Der Clou bei diesem Projekt: Eine App genügt, um die Reise mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln bequem zu planen, zu buchen und zu bezahlen.

3. IoT verknüpft Mobilität, Smart Home und Smart City

„Wir denken nicht nur die Mobilität neu, sondern verknüpfen die Lebenswelten der Menschen miteinander“, so Denner. Wenn das Auto über die Cloud mit dem Smart Home oder sogar der Smart City verbunden sei, steige der Mehrwert für jeden Einzelnen. „Bosch sorgt dafür, dass Mobilität und smarte Services mühelos verschmelzen. Reisenden bieten wir nicht nur den besten Weg ans Ziel, mit der Vernetzung schenken wir Ihnen Zeit“, bekräftigte der Bosch. Beispiel sei die Paketanlieferung: Wer zukünftig auf Reisen geht, muss nicht mehr auf den Postboten warten. Per Videochat mit dem Postboten lässt sich ein Paket selbst im Zug oder Auto annehmen, weil man dort in Zukunft mit dem Smart Home vernetzt ist.
Für Bosch ist das Internet der Dinge (IoT)somit ein Trend, der weit über den Unternehmensbereich Mobility Solutions hinausgeht: Wie nur wenige Unternehmen kann Bosch mit Sensorik, Software, Services und der eigenen IoT-Cloud das Internet der Dinge aus einer Hand anbieten, so Denner.

Bildquellen:

  • showcar: www.bosch.com