Stereo-Sound to go

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Neu im Sortiment ist das Modell D Mate Direct. Dabei ist die Serie D Mate als Outdoorlautsprecher sicher schon einigen bekannt, neu ist hingegen das Modell mit dem Zusatz „Direct“. Dahinter verbirgt sich wieder die ausgesprochen interessante Funktion, solche Lautsprecher miteinander zu koppeln und damit zwei D Mate Direct zu einem drahtlosen Stereo-System auszubauen.

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Für Outdoor konzipiert

Verfügbar ist der D Mate Direct als Einzellautsprecher für 99,95 Euro oder als Set im Doppelpack für 179,95 Euro. Für den Einsatz im Außenbereich ist der Bluetooth-Lautsprecher dabei mit seiner robusten Bauweise und dem Strahlwasserschutz besonders effektiv für den Außenbereich konzipiert, macht aber natürlich auch innen eine gute Figur. Auf den ersten Blick fällt eine Öse oben auf. Diese erlaubt eine schnelle Befestigung zum Beispiel am Rucksack. So wird der Lautsprecher sozusagen noch mobiler und kann auch problemlos für eine Beschallung beim Wandern sorgen. Im Lieferumfang ist neben dem eigentlichen Lautsprecher und einer Bedienungsanleitung auch ein Ladekabel im modernen USB-C-Standard und ein Klinkenkabel zum Anschluss analoger Geräte enthalten. Ein Netzteil legt Dockin allerdings nicht bei. Das ist allerdings zu verschmerzen, denn hier reicht ein normales Smartphone-Ladenetzteil oder auch ein herkömmlicher USB-Anschluss am Computer aus, um den Akku wieder aufzuladen. Allzu häufig ist dies ohnehin nicht erforderlich, denn Dockin gibt in den technischen Daten eine Laufzeit von sensationellen 16 Stunden an.

Ausstattung

Grundsätzlich handelt es sich zunächst einmal um Bluetooth-Lautsprecher mit den üblichen Funktionen. So lässt sich ein Smartphone oder Tablet problemlos via Bluetooth koppeln und somit der Ton entsprechend auf den Lautsprecher umleiten. Das Abspielen von Internetradio ist dann genauso möglich wie das Streamen der Lieblingsmusik eines beliebigen Audio-Streamingdienstes. Die komplette Bedienung erfolgt über vier Tasten auf der Oberseite des Lautsprechers sowie eine etwas versteckte Pairing-Taste zur Koppelung von zwei Lautsprechern. Hier finden sich auch drei verschiedenfarbige LEDs, die den Betriebszustand des Lautsprechers anzeigen. Neben dem schon erwähnten Klinkeneingang für analoge Quellen findet sich unten gut geschützt auch ein USB-Anschluss. Dieser dient allerdings nicht etwa dem Anschluss externer Datenträger, sondern erlaubt unterwegs bei Bedarf das Nachladen eines Smartphones oder Tablets – somit entpuppt sich der Lautsprecher praktischerweise sogar als Powerbank.

Blick auf die Bedienelemente des Lautsprechers

Stereo Link

Eine raffinierte Idee ist die Koppelfunktion „Stereo Link“. Mit zwei kurzen Knopfdrücken lassen sich hier zwei baugleiche Lautsprecher miteinander verbinden und dann als Stereo-Lautsprecherset nutzen. Das sorgt für einen echten Wow-Effekt, wenn man die beiden kompakten Geräte miteinander verbunden hat und sich dann den überzeugenden Stereoklang anhört. Wir waren im Test jedenfalls von dieser Funktion wirklich begeistert. Es müssen aber beide Lautsprecher baugleich sein. Der ansonsten baugleiche D Mate (ohne „Direct“) ist hingegen nicht kompatibel.

Im Betrieb

Egal ob einzeln oder als Stereo-Set, die Lautsprecher überzeugten klanglich vom ersten Ton an. Dank 25-Watt-Verstärker (RMS) und zwei Treibern sowie zwei passiven Bassradiatoren sorgen sie für einen Outdoor-optimierten Klang. Dabei drängt sich der Bass nicht in den Vordergrund, auch höhere Frequenzen werden in Anbetracht der Gerätegröße ausgesprochen klar wiedergegeben. Natürlich haben die Beschallungsmöglichkeiten bei 25 Watt ihre Grenzen. Eine kleine Gartenparty lässt sich damit noch gut versorgen, für größere Veranstaltungen muss man auf klassische Systeme zurückgreifen. Das dürfte aber in Anbetracht des Einsatzgebietes auch klar sein. Dennoch: Für normale Anwendungen reicht die Maximallautstärke auch im Freien problemlos aus, im Haus sowieso. Wer Wert auf besonders starke Bässe legt, wird den Bass-Boost-Modus zu schätzen wissen. Hier lässt sich das Bass auf Knopfdruck verstärken, was allerdings ein wenig zu Lasten der Akkulaufzeit geht.

Bluetooth und Freisprechfunktion

Das Koppeln via Bluetooth ist problemlos zu bewerkstelligen. Beim ersten Einschalten befindet sich der Lautsprecher bereits in Koppelfunktion. Am Smartphone wird der Lautsprecher beim Suchlauf gefunden und kann dann mit einem Tastendruck mit dem Gerät verbunden werden. Natürlich ist auch ein späterer Wechsel der Bluetooth-Quelle über die Koppeltaste am D Mate möglich. Auch ein Anmelden mehrerer Geräte und die Wiedergabe über eine Vorrangfunktion ist möglich. Übrigens kommt Bluetooth 4.2 mit aptX für eine Musikübertragung nahe CD-Qualität zum Einsatz. Praktisch: Kommt ein Anruf an, kann der D Mate als mobile Freisprechanlage genutzt werden, wofür die Lautsprecher sogar über ein eingebautes Mikrofon verfügen. Im Test funktionierte das einwandfrei, auch die Sprachqualität sowohl am Lautsprecher als auch beim anderen Gesprächsteilnehmer war einwandfrei.

Akku-Laufzeit

Der D Mate arbeitet sehr effektiv und ist mit einem leistungsstarken Lithium-Ionen Akku ausgestattet. Der Hersteller gibt dabei rekordverdächtige 16 Stunden Akkulaufzeit an. Das wollten wir natürlich selber ausprobieren. Dazu spielten wir in Zimmerlautstärke einen Internetradiosender im Dauerbetrieb ohne Bass Boost ab. Tatsächlich erklang der letzte Ton sogar erst nach 16 Stunden und 48 Minuten. Ein wirklich überzeugendes Ergebnis. Natürlich variiert die Laufzeit je nach Lautstärke und Nutzungsverhalten zum Beispiel beim Einsatz der eingebauten Power-Bank. Für den Langzeitbetrieb im Freien ist der Lautsprecher jedenfalls allemal zu empfehlen.

Analoge Quellen

Auch analoge Quellen lassen sich schnell und einfach wiedergeben. Hierzu einfach nur das beiliegende Klinkenkabel in Lautsprecher und Quelle einstecken und schon kann das Abspielen beginnen. Theoretisch lassen sich die Lautsprecher so auch als PC-Lautsprecher nutzen, wobei hier die Dauerversorgung über ein Netzteil zu empfehlen ist. Und sogar mit einem mobilen LCD-Fernseher klappte das im Test, sodass man sogar im Freien seinen Lieblingssender bei erstaunlich gutem Ton verfolgen kann. Die Stereo-Link-Funktion lässt sich im Betrieb mit analogen Quellen allerdings nicht nutzen. Ton erklingt hier nur auf dem Lautsprecher, der auch mit dem Klinkenkabel verbunden ist.

Nachladen

Wenn die Zeit gekommen ist, muss der Lautsprecher natürlich irgendwann nachgeladen werden. Das hat der Nutzer gut im Blick, denn die Akku-LED entpuppt sich als mehrfarbig. Grün zeigt einen vollen Akku an, wird sie Gelb, sind noch 30 % Akkuleistung vorhanden und bei Rot schließlich muss der Lautsprecher wieder aufgeladen werden. Hierzu wird das mitgelieferte Ladekabel genutzt und in einen passenden USB-Anschluss am Computer oder mit einem Steckernetzteil verbunden. Während des Ladevorgangs blinkt die Akku-LED und zeigt im erwähnten Ampelsystem den jeweiligen Stand der Aufladung an.

Fazit

Vom ersten Ton an hat uns das System von Dockin überzeugt – und das nicht nur klanglich. Beeindruckend ist auch die Akkulaufzeit von im Test bestätigten 16 Stunden sowie die Koppelfunktion, wodurch ein Set sogar zum Stereosystem ausgebaut werden kann. Hier hat Dockin also wieder einmal ganze Arbeit geleistet und ein interessantes, alltagstaugliches Gerät mit innovativen Funktionen geschaffen. Eine kleine Kritik haben wir aber doch noch: Die Unterseite der Lautsprecher ist recht schmutzempfindlich und sieht schon nach kurzer Nutzungszeit im Freien nicht mehr besonders ansehnlich aus.

Bildquellen:

  • _MG_1496: Mike Bauerfeind
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