Der Hersteller mit dem etwas ungewöhnlichen Namen eQ-3 wird möglicherweise nur wenigen Lesern ein Begriff sein. Das System Homematic IP hingegen dürfte wesentlich geläufiger sein. Denn unter diesem Label vertreibt eQ-3 eine ganze Menge interessanter Smart-Home-Komponenten, welche zahlreiche Facetten der Heimsteuerung – aus den Bereichen Sicherheit und Komfort abdecken. Dabei setzt der Anbieter auf das hauseigene Protokoll Homematic IP. Damit ist klar, dass Komponenten anderer Funkstandards wie Z-Wave oder DECTULE nicht in ein solches System integriert werden können. Das ist allerdings nicht weiter dramatisch, denn die Palette an Komponenten von eQ-3 deckt nahezu alle Bereiche der Haussteuerung ab und beinhaltet sogar Installationseinheiten wie Unterputzrelais oder Rolladensteuerungen. Um den Einstieg zu erleichtern, bietet eQ-3 auch einige Einstiegssets an. Wir haben uns heute einmal mit dem Homematic IP Starterset Sicherheit beschäftigt. Zum Aufbau einer kleinen Alarmanlage haben wir uns zusätzlich noch eine Alarmsirene, einen Rauchwarnmelder und schließlich eine Schaltsteckdose von eQ-3 angesehen und in unser Testsystem integriert.

Homematic IP Starterset Sicherheit

Unser Homematic IP Testequipment von eQ-3
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Das Set besteht aus drei Komponenten. Einmal der eigentlichen Steuereinheit, welche aus dem Access Point, einem kombinierten Tür/Fenstersensor sowie einem Bewegungssensor für den Innenbereich besteht. Beim Auspacken fällt uns zuerst die kompakte Bauform auf. Der Access Point beispielsweise ist kaum größer als eine Streichholzschachtel. So nimmt dieser keinen großen Platz weg, lässt sich aber auf Wunsch natürlich auch versteckt montieren. Entweder kann dieser stehend oder an der Wand montiert werden. Das passende Montagematerial liegt selbstverständlich bei. Auch der Bewegungsmelder ist auffallend klein gehalten und kann ebenfalls wahlweise aufgestellt werden (z. b. auf einem Schrank oder Regal) oder mittels der beiliegenden Wandbefestigung in einer Zimmerecke montiert werden. Der kombinierte Tür/Fenstersensor schließlich lässt sich ebenfalls anschrauben oder mittels beiliegendem doppelseitigen Klebeband ankleben. Die Wahlmöglichkeiten sind wichtig, denn wer in einer Mietwohnung lebt, darf natürlich seine Türen oder Fenster nicht so einfach anbohren. Jeder Komponente liegt übrigens noch ein QR-Code bei, der beim späteren Anlernen an die Basisstation wichtig ist.

Einrichtung

Acces-Point Homematic IP

Simpler hätte es eQ-3 eigentlich kaum machen können. Denn die Ersteinrichtung ist sehr einfach und auch für absolute Techniklaien problemlos zu bewältigen. Zuerst muss die zur Steuerung erforderliche App installiert werden. Diese steht sowohl für Android als auch iOS zur Verfügung. Anschließend wird die Basisstation mit dem heimischen Netzwerk über ein Netzwerkkabel verbunden und das Netzteil eingesteckt. Geschieht dies zum ersten Mal, wird sich das System in aller Regel zuerst ein Update der Firmware ziehen, was aber in wenigen Minuten erledigt ist. Nach dem anschließenden Start der App wird einfach der QR-Code auf der Rückseite der Basis gescannt (natürlich ist auch die manuelle Eingabe der Seriennummer möglich) und die App richtet das System ein. Das war es schon. Vorbildlich: Während der Einrichtung gibt es zu jedem Installationsschritt Hinweise an den Nutzer in der App. So wird beispielsweise auch die Bedeutung der LED-Farbe an der Basis erklärt. Leuchtet diese dauerhaft blau, ist alles einsatzbereit und die Komponenten können angelernt werden. Dies ist grundsätzlich erforderlich, denn eine Vorkonfiguration wie bei anderen Systemen gibt es hier nicht. Allerdings ist das Anlernen keine Hürde und schnell erledigt.

Wie hier beim Einrichten der Zentrale wird der Nutzer mit ausführlichen Tipps bei der Einrichtung unterstützt

Komponenten anlernen

Angelernte Komponenten müssen den passenden Anwendungen zugeordnet werden

Gestartet wird der Anlernvorgang in der App. Anschließend reicht das Einlegen der Batterien (oder Einstecken der Schaltsteckdose) aus, um die Kopplung zu veranlassen. Danach muss der QR-Code der Komponente gescannt werden. Es reicht aber auch aus, die letzten vier Stellen der Gerätenummer einzugeben, was sich im Test als die bessere Variante herausstellte. Nun wird noch festgelegt, in welchem Raum sich die Komponente befindet. Auch ein Name kann vergeben werden. Von besonderer Bedeutung ist die Festlegung, in welcher Anwendung das Gerät verwendet werden soll. Dies möchte ich am Beispiel des Bewegungsmelders einmal etwas konkreter erläutern: Denkbar wäre hier natürlich, dass der Bewegungsmelder Alarm auslösen soll, wenn eine Bewegung im Scharfschaltmodus erkannt wird. Dann muss dieser der Anwendung Sicherheit zugeordnet werden. Es kann aber auch sein, ein Bewegungsmelder soll nachts im Flur die Beleuchtung schalten. Dann wäre Licht und Beschattung die richtige Wahl. Schließlich lassen sich Aufgaben auch kombinieren. In unserem Fall wollen wir den Sensor sowohl in ein Alarmsystem als auch eine Lichtsteuerung integrieren und wählen demzufolge die Anwendungen Sicherheit sowie Licht und Beschattung. Allerdings lassen sich nicht bei alle Komponenten die Anwendungen kombinieren. Im Falle der Schaltsteckdose zum Beispiel müssen wir uns entscheiden, ob diese eine Stecksirene (Anwendung Sicherheit) oder eben eine Lampe (Anwendung Licht und Beschattung) schalten soll. Was auf den ersten Blick etwas unglücklich gelöst anmutet, macht schließlich Sinn. Letztendlich kann die Steckdose immer nur eine der beiden Komponenten schalten. Möchte man beides, benötigt man auch zwei Schaltsteckdosen. So hat jede Komponente seine eigene Aufgabe und lässt sich individuell integrieren.

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