Der amerikanische Hersteller Blink bietet ab sofort ein neues kabelloses, app-gesteuertes Heimüberwachungs- und Alarmsystem an, das HD-Videos mit Ton überträgt.
Der amerikanische Hersteller Blink bietet ab sofort ein neues kabelloses, app-gesteuertes Heimüberwachungs- und Alarmsystem an, das HD-Videos mit Ton überträgt.

Sagt Ihnen Blink etwas? Nein?? Kein Wunder, denn der amerikanische Hersteller hat erst vor kurzem den Schritt über den großen Teich gewagt und bietet sein Heimüberwachungssystem nun auch in Deutschland an. Wobei System in diesem Fall wohl eher etwas zu hoch gegriffen ist. Genaugenommen gibt es derzeit von Blink nur eine einzige Komponente und das ist eine App-gesteuerte Kamera mit ein paar Zusatzfeatures. Damit diese Kamera in das heimische Netzwerk eingebunden werden kann, benötigt diese noch das so genannte Sync-Modul. Folgerichtig landete im Testlabor von Smart-Wohnen.net ein Set, welches aus einem solchen Modul und einer Kamera besteht.

Ausstattung

Kamera-Modul von Blink
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Jeweils ein Karton, kaum größer als eine halbe Milchpackung beinhaltet das Modul und die Kamera. Schon hier wird klar, die Komponenten sind angenehm klein und dementsprechend einfach unterzubringen. Zuerst packen wir die kleine Basisstation aus. Diese wird mit einem USB-Netzteil und einem vom Smartphone her bekannten Ladekabel betrieben. In der Praxis sollte es also durchaus möglich sein, das Modul auch von einem anderen Gerät mit USB-Buchse (z. b. einer schon vorhandenen Alarmanlage etc.) mitversorgen zu lassen. Am Modul befindet sich ebenfalls noch eine USB-Buchse sowie ein Netzwerkanschluss. Zwei Leuchtdioden auf der Oberseite informieren über den Betriebszustand. Zudem gibt es einen Reset-Knopf, falls sich das System einmal aufgehangen haben sollte. Die Kamera wird mit einer praktischen Wandhalterung geliefert und ist kaum größer als das Modul. Der ermöglicht auch eine unauffällige Montage zumal die Kamera vom Design her eher an einen Bewegungsmelder als an ein Videoübertragungssystem erinnert. Betrieben wird sie von zwei herkömmlichen R6-Batterien, was den Installationsaufwand deutlich verringert. Verbaut haben die Entwickler im Kameramodul zusätzlich noch einen Infrarot-Bewegungsmelder sowie einen Temperatursensor. Somit handelt es sich genau genommen also um eine Kombination aus Sensor und Kamera mit Bewegungserkennung auf Infrarotbasis.

 

Basis einrichten

Basisstation (Sync-Modul)

Wozu am Modul ein Netzwerkanschluss und eine USB-Buchse vorhanden ist, lässt sich dem Handbuch derzeit nicht entnehmen. Die Einbindung in das heimische Netzwerk erfolgt jedenfalls bequem per WLAN. Hierzu muss zunächst das Modul ans Netz angeschlossen und die Blink-App installiert werden. Verfügbar ist diese für iOS und Android. Windows Mobile bleibt wieder einmal außen vor. Nach Eingabe oder Einscannen der Seriennummer wird das heimische Netzwerk eingebunden. Falls noch nicht vorhanden muss auch ein Account bei Blink erstellt werden, denn aufgezeichnete Bilder oder Videos werden ausschließlich in der Cloud gespeichert. Hat alles geklappt und ist die Kamera bereits installiert, erscheint sofort ein erstes Standbild. Auf Knopfdruck bzw. Touch kann in den Live-Modus gewechselt werden und ein ausgesprochen weitwinkliges Videobild vom Aufstellort ist zu sehen. Die Kamera löst übrigens in HD (720P) auf, was eine gute Erkennbarkeit von Gesichtern ermöglich. Auch die Bildqualität als solche geht in Ordnung. Aus Gründen des Datenschutzes signalisiert übrigens eine blau leuchtende LED an der Kamera, sobald eine Live-Ansicht abgerufen wird oder eine Aufnahme startet. Im Nachtmodus erhellt zudem eine weiße LED recht effektiv den Raum. Während letzteres sehr auffällig ist (und sich in der App auch abschalten lässt), ist dies bei der blau leuchtenden LED nicht weiter dramatisch. Neben der reinen Live-Bild-Übertragung lässt sich von unterwegs aus auch per App ein Schnappschuss machen und somit schnell überprüfen, ob daheim alles in Ordnung ist. Aber das System bietet noch ein paar weitere Funktionen.

 

Aufnahmen in der Cloud

Auf die Videos in der Cloud kann natürlich auch von Unterwegs zugegriffen werden

Wie bereits erwähnt, ist zur Nutzung eine Registrierung erforderlich. Dabei wird dem Nutzer ein kostenloser Cloudspeicher zur Verfügung gestellt, der bis zu 7200 Minuten Videomaterial aufnehmen kann. Ist der Speicherplatz erschöpft, werden die ältesten Aufnahmen automatisch gelöscht. Immerhin reicht der Platz für 1440 fünfsekündige Aufnahmen, was doch schon recht viel ist. Denn im Auslieferungszustand wird eine Aufnahme automatisch auf fünf Sekunden limitiert. Manuell kann bis auf 60 Sekunden aufgestockt werden, dann ist aber Schluss. Der Sinn dahinter: Als Überwachungssystem kann die Kamera so eingerichtet werden, dass sie bei Bewegung automatisch eine Aufnahme startet und in der Cloud ablegt. Gleichzeitig bekommt der Nutzer eine Nachricht über die Auslösung, so dass dieser sich den Mitschnitt umgehend in der App anschauen kann. Das macht natürlich nur dort Sinn, wo normalerweise keine oder kaum Bewegungen stattfinden. Ansonsten füllt sich der Account schnell mit Aufnahmen und die Benachrichtigungen können zur störenden Belästigung werden. Selbstverständlich lässt sich die Bewegungserkennung über die App auch deaktivieren. In den Benachrichtigungseinstellungen können bei Bedarf auch die dauernden Push-Nachrichten abgeschaltet werden.

Bildquellen:

  • Blink_Kamera: © blink
  • Blink_Syncmodul: © blink
  • Screenshot_20170602-080956: © Screenshot Mike Bauerfeind/ Auerbach Verlag
  • Screenshot_20170602-081142: © Screenshot Mike Bauerfeind/ Auerbach Verlag
  • mounting_09: © blink
  • blink_L_2: © blink

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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Mike Bauerfeind vor 3 Wochen, 2 Tagen.

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