Für 299 Euro steht das Einstiegsset bei den Händlern oder kann online unter www.egardia.com geordert werden. Dafür bekommt der Verkäufer ein System, welches für viele Situationen bereits ausreichend bestückt ist. Im Karton befindet sich die Alarmzentrale und damit das Bindeglied ins Internet. Im stabilen Gehäuse ist eine Innensirene untergebracht, die mit ihren 104 dB schon ordentlich Krach macht. Zum Vergleich: Bei 110 dB ist bereits die Schmerzgrenze erreicht, so laut sind Kreissägen oder Presslufthämmer. Hinzu kommt noch die schrille Frequenz, die hoffentlich im Fall der Fälle den potentiellen Einbrecher in die Flucht schlagen wird. Außerdem haben die Entwickler eine Notstromversorgung in Form eines Akkus verbaut. So funktioniert das System auch bei Sabotage oder Stromausfall noch weitere acht Stunden. Die Installation der Zentrale ist dabei denkbar einfach: Der Nutzer muss lediglich das Netzteil anschließen und die Box mit dem beiliegenden Netzwerkkabel an den Router oder einen Switch im heimischen Netzwerk mit dem Internet verbinden. Nach etwa einer Minute ist die Zentrale dann startbereit. Anschließend erfolgt zuerst die Registrierung der Alarmzentrale im Internet.

Online-Registrierung

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Dies ist obligatorisch, denn alle Einstellungen und auch die Ersteinrichtung erfolgt über eine Cloudlösung im Internet. Hier wird die Alarmanlage mittels der letzten sechs Stellen der MAC-Adresse registriert und unter Angaben einiger persönlicher Daten angemeldet. Hierzu gehört auch die Eingabe der Kontaktdaten (Telefonnummer, Handynummer, E-Mail-Adresse) der im Falle einer Meldung zuerst zu kontaktierenden Person. Abschließend müssen noch die Zahlungsdaten eingegeben werden. Den zum Betrieb der Anlage muss der sogenannte „Egardia Sicherheitsdienst“ aktiviert werden, welcher mit monatlich 8,95 Euro zu Buche schlägt.

Sicherheitsdienst

Dahinter verbirgt sich allerdings nicht wie zuerst vermutet ein Wachschutzunternehmen, sondern Egardia bezeichnet so die Dienste rund um die Alarmanlage (Funktionskontrollen, Benachrichtigungen im Alarmfall und weltweite Erreichbarkeit via App). Auch die Konfigurierung der Anlage über das Internet gehört zu diesem Sicherheitsdienst. Zwar kann der Dienst jederzeit gekündigt werden, dann funktioniert die Anlage allerdings nur noch lokal und verschickt keinerlei Benachrichtigungen mehr. Das mag ja noch zu verschmerzen sein. Allerdings fällt auch die Konfigurationsplattform weg, was einer Stilllegung des Systems gleichkommt. Es können dann nämlich keinerlei Einstellungen mehr vorgenommen werden und die Anlage wird damit nahezu wertlos.

Komponenten der Alarmanlage einrichten

Nachdem die Konfiguration abgeschlossen ist, kann sich der Nutzer in das Online-Konfigurationssystem unter my.egardia.com einloggen und dort die notwendigen Einstellungen vornehmen. Dazu zählt auch die Einrichtung weiterer Benutzer und Kontaktpersonen. Auch die mitgelieferten Komponenten können hier aufeinander abgestimmt werden. Zuvor müssen diese natürlich noch am passenden Platz in der Wohnung oder dem Haus angebracht werden. Viel Stress ist bei der Einrichtung aber nicht zu erwarten. Egardia hat hier mitgedacht und die mitgelieferten Komponenten bereits ab Werk mit der Zentrale verbunden. Im Starterpaket ist dabei alles vorhanden, um eine durchschnittliche Wohnung vernünftig abzusichern. Enthalten sind hierfür zwei Kontaktmelder, ein Bewegungsmelder sowie ein Bedienpad. Technisch basiert das System auf dem Z-Wave-System. Dieses verbindet die Komponenten über Funk mit der Zentrale. In Europa kommt hierbei die Frequenz 868 MHz zum Einsatz, die sich als besonders robust und störsicher erwiesen hat. Die Komponenten selber sind Batterie-gespeist und sollen laut Hersteller je nach Häufigkeit der Nutzung zwei bis vier Jahre halten. Auf das System als solches gibt Egardia vier Jahre Herstellergarantie.

Kontaktmelder

Die zwei enthaltenen Melder dienen der Absicherung von Wohnungstür und einer zweiten Kontaktstelle an Balkontür, Terrasse oder Hintereingang. Natürlich kann genauso auch ein Fenster abgesichert werden. Im Inneren des Melders arbeitet hierbei ein Reed-Relais, welches bei Entfernung des Magneten als Kontaktgeber auslöst. Die Montage ist dabei selbsterklärend. Entweder werden die Einheiten mittels der mitgelieferten Schrauben angebracht oder mit Klebepads befestigt. Sehr gut: Den Magneten liegen auch Abstandshalter bei, sodass insbesondere bei Fenstern eine korrekte Montage auch bei unterschiedlich hohen Flächen möglich wird. Eine eingebaute LED signalisiert beim Öffnen und Schließen der Kontaktstelle die Auslösung des Sensors.

© Egardia
© Egardia

Bewegungsmelder

Der Infrarot-Bewegungsmelder wird am besten in einer Raumecke angebracht. Wenn Haustiere vorhanden sind, sollte der Sensor höher im Raum angebracht werden, um Fehlauslösungen zu vermeiden. Die Montage und Empfehlungen zum Aufstellort sind übrigens sehr ausführlich im mitgelieferten Handbuch beschrieben. Auch hier kann der Käufer entscheiden, ob der Sensor mit Klebepads oder Schrauben befestigt werden soll. Gerade bei unebenen Flächen empfiehlt sich hier eher die Schraubmethode, damit der Sensor sicher an der Wand hängt. Auch hier signalisiert eine rote LED eine Auslösung. Zum Testen muss hier zuvor die Taste am Sensor gedrückt werden, da dieser ansonsten mit einer Batteriesparfunktion ausgestattet ist und nach erstmaliger Auslösung eine Minute lang nicht nochmals auslöst.

Keypad

Schließlich sollte noch ein Montageort für das mitgelieferte Keypad gefunden werden, welches ebenfalls wahlweise geklebt oder angeschraubt werden kann. Es empfiehlt sich ein Standort in der Nähe der Eingangstür, der aber nicht sichtbar von außen sein sollte. Über die numerische Tastatur kann die Anlage scharfgeschaltet und auch wieder deaktiviert werden. Für jeden Mitnutzer kann sinnvollerweise ein eigener Pin eingerichtet werden. Das ist vor allem bei zu sichernden Wohnungen mit häufig wechselnden Bewohnern (z.B. WGs) sinnvoll. Die Einrichtung der Pin erfolgt ebenfalls online. Hier kann auch die Verzögerungszeit bis zur Aktivierung oder nach Betreten der Wohnung zur Deaktivierung der Anlage eingegeben werden.

Bildquellen:

  • Egardia_Oeffnungsmelder: © Egardia
  • Egardia_Bildschirm: © Sreenshot Auerbach Verlag
  • Egardia_Bedienteil: © Egardia
  • Egardia SmartHome Alarmanlage: © Egardia

Home Foren Im Test: Egardia Smart-Home-Alarmanlage

Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Mike Bauerfeind vor 1 Jahr, 4 Monate.

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