Die Firma Egardia dürfte vielen bereits bekannt sein als Hersteller solider und dennoch leicht zu installierender Alarmanlagen zur Abschreckung potentieller Einbrecher. Inzwischen gibt es eine neue Version der Egardia Alarmanlage mit einer verbesserten Basisstation (Gate-03) und neuen Komponenten im Starterset. Natürlich für uns ein Grund, das neue System genauer unter die Lupe zu nehmen. Neben dem eigentlichen Starterset haben wir unser System auch mit einem zusätzlichen Glasbruchsensor, einem Kohlenmonoxid-Melder sowie einer sehr empfehlenswerten Außensirene komplettiert und damit eine vollwertige Haus-Alarmanlage zusammengestellt.

Online und im Fachhandel erhältlich

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Das Einstiegsset kostet weiterhin 299 Euro und ist bei diversen Händlern – unter anderem in den großen Elektronikmärkten Saturn und Media-Mark sowie online unter www.egardia.com erhältlich. Damit ist das Gesamtset rein rechnerisch ein wenig günstiger geworden, da sich die Zusammenstellung der Komponenten geändert hat und nun auch eine zusätzliche Fernbedienung in der Ausführung als Schlüsselanhänger erhältlich ist. Statt zwei Öffnungsmeldern liegt nun nur noch einer bei. Dieser hat sich ebenso wie die Basisstation etwas verschlankt und wirkt somit nicht mehr so klobig wie der Vorgänger. Stattdessen legt Egardia nun zwei Bewegungsmelder bei, die sich im Vergleich zu den Vorgängern ebenfalls leicht verändert haben. Das ist sehr gut, denn somit lässt sich insbesondere der Raum mit der Basisstation zusätzlich überwachen, damit schon weit vor möglichen Manipulationen an der Basis Alarm ausgelöst werden kann. Schließlich liegt noch ein Keypad bei. Dieses hat Egardia ebenfalls überarbeitet und optisch angepasst.

Unser Testset bestand aus einem Starterkit von Egardia sowie zusätzlich einer Außensirene, einem Glasbruch- und einem Kohlenmonoxidmelder

Das Starterset ist damit schon vollständig geeignet, eine normale Wohnung oder ein Haus mit einem guten Einbruchsschutz zu versehen. Selbstverständlich können beliebig weitere Komponenten nachgekauft und das System somit nach den örtlichen Bedürfnissen weiter komplettiert werden. Die Plug & Play Installation hat Egardia auch beim verbesserten System beibehalten. Auch die verbaute Sirene ist gleich geblieben und ist weiterhin mit ihren 104 dB die lauteste Sirene aller von uns bisher getesteten Alarmanlagen für den Privatbedarf mit Eigeninstallation. Das Alleine ist schon ein gutes Argument für dieses System. Beibehalten wurde auch die integrierte Notstromversorgung in Form eines eingebauten Akkus. So funktioniert das System auch bei Stromausfall oder Sabotage weiter – zumindest was die örtliche Alarmauslösung angeht. Wie sich das bei der Alarmsignalisierung in der Ferne verhält, haben wir im Laufe unseres Tests herausgefunden.

Sicherheitsdienst Optional

Ein kleiner Kritikpunkt in unserem letzten Test war der obligatorische Sicherheitsdienst. Dahinter verbirgt sich die Komfortfunktion, eingetragene Nutzer nacheinander telefonisch über eine Alarmauslösung informiert werden. Dieser kostet nach wie vor 8,95 Euro im Monat und beinhaltet auch Aktualisierungen des Systems seitens Egardia. Nach Kündigung des Dienstes war die Anlage nicht mehr konfigurierbar und es gab keine externen Signalisierungen mehr. Dieser Dienst ist nun obligatorisch. Wird er gekündigt, kann die Alarmanlage mit geringerem Funktionsumfang weitergenutzt werden. Ein aus unserer Sicht sehr sinnvoller Schritt. So kann der Nutzer selber entscheiden, ob und wie lange er den Sicherheitsdienst nutzen möchte. Das bietet sich beispielsweise bei nicht durchgängig bewohnten Gebäuden wie einer Gartenlaube an, wo nur der Zeitraum der Abwesenheit komfortabel abgesichert werden soll.

Ersteinrichtung

Die Installation der Zentrale ist weiterhin denkbar einfach. Voraussetzung ist lediglich ein vorhandener Internetanschluss und dort eine freie Netzwerkschnittstelle. Die Anbindung erfolgt dabei über ein Netzwerkkabel, was von uns begrüßt wird. Denn eine Kabelverbindung ist stets einer (deutlich unsichereren) Drahtlosverbindung vorzuziehen. Schließlich muss noch das Netzkabel eingesteckt werden. Dieses wird nach dem Einstecken verriegelt, was nochmal einen zusätzlichen Sabotageschutz bedeutet. Denn so wird es für potentielle Einbrecher noch etwas aufwendiger, die Box vom Netz zu trennen. Anschließend erfolgt die einmalige Registrierung der Alarmzentrale im Internet unter www.egardia.com/registrieren.

Online Registrierung

Wie beim Vorgänger laufen alle Einstellungen und auch die Ersteinrichtung über eine Cloudlösung im Internet. Hier wird die Alarmanlage mittels der letzten 6 Stellen der MAC-Adresse registriert und unter Angaben einiger persönlicher Daten angemeldet. Hierzu gehört auch die Eingabe der Kontaktdaten (Telefonnummer, Handynummer, Emailadresse) der im Falle einer Meldung zuerst zu kontaktierenden Person.

Zur Ersteinrichtung werden auch die Standortdaten der Alarmanlage benötigt.

Der Sicherheitsdienst muss bei der Erstinstallation mit gebucht werden. Ist dieser nicht gewünscht, muss auf das Lastschriftverfahren zurückgegriffen werden. Hier ist der erste Monat gratis und zum Kennenlernen der Funktionen auf jeden Fall zu empfehlen. Wird der Dienst nicht gewünscht, ist eine Kündigung jederzeit möglich, so dass hier keine Kosten entstehen. Hierzu reicht dann eine kurze Mail an den Kundenservice (Kundendienst.de@egardia.com). Die Alternative ist eine Prepaid-Zahlung mit Rabatten – je nach Höhe der Einzahlung. Diese bietet sich aber nur an, wenn der Sicherheitsdienst auch auf jeden Fall genutzt werden soll. Einen Gratismonat gibt es hier im Vergleich zur Lastschriftzahlung nämlich nicht.

Bildquellen:

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